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3. Bauteile schneiden

Aug. 13, 2021

Ab hier gehst Du mit einer anderen Technik als noch bei der F-18 vor.

Anstatt die Bauteile und Baugruppen abschnittsweise zu erstellen, versuchst Du nun, möglichst viel gleiche Arbeiten zusammenzufassen. Das ist aus meiner Erfahrung schneller und effizienter, denn wenn der Epoxy-Kleber einmal angerührt ist...

3.1.Schablonen schneiden


  • Nachdem der Plan ausgedruckt vor Dir liegt, muss Du diesen erst einmal zusammenkleben und, sofern nicht am PC bereits geschehen, mit Hilfslinien versehen. Ansonsten beschränkt sich Deine Arbeit auf das farbige Nachzeichnen dieser Linien, wenn Du magst.


  • Danach schneidest Du die Bauteile bzw. die Schablonen mit einer Schere aus. Achte darauf, dass die Bauteile symmetrisch sind. Notfalls falte eine Schablone in der Mitte (z.B. die Rumpfplatte), um sicherzustellen, dass die reche und linke Seite deckungsgleich sind.
fertig zusammengeklebter Su30 Bauplan

3.2. Bauteile anzeichnen


  • Arrangiere die Schablonen auf den Depronplatten so, dass möglichst wenig Verschnitt anfällt.


  • Lege die Depronplatte mit der matten rauhen Seite des Depron nach oben auf den Tisch, da dies später die Ober- und Außenseite Deines Modells wird. Du musst alle doppelten Teile (Triebwerksschächte, Seitenleitwerke) spiegeln, d.h. die Papierschablone vor dem erneuten Anzeichen einfach umdrehen.


  • Beachte dabei die Faserrichtung, so dass die Bauteile bereits die maximal mögliche Eigenstabilität aufweisen. Für die Rumpfplatte sollte die Maserung von vorne nach hinten verlaufen, ebenso am vorderen Bugbereich, Cockpitdeckel und Triebwerklsschächten, an den Taileron jedoch von seitlich und bei den Seitenleitwerken von oben nach unten. Also etwa so, wie auf Bild zu erkennen ist.


  • Die Bauteile zeichnest Du mit einem weichen Kugel- oder Gelschreiber o.ä. an. Ich empfehle diesen günstigen, aber dennoch hochwertigen Kugelschreiber der Firma Schneider*. Lies Dir die Erfahrungsberichte durch und Du weißt, warum ich diesen Stift empfehle. Für Depron und später die optionalen Panellines die erste Wahl.
Depronplatte mit Schablonen arangiert

3.3. Ausschneiden


  • Schneide die Bauteile mit einem Skalpell oder Teppichmesser aus. Besser als das abgebildete (alte) Modell ist dieses Cuttermesser* aus dem Folierer oder Grafikerbereich, da es eine viel präzisere und feiner Klingenführung ermöglicht. Allerdings verwende ich nicht die spitzen 30 Grad Klingen*, sondern die normalen 45 Grad Klingen*.


  • Lege doppelte Bauteile aufeinander, um zu überprüfen, ob diese tatsächlich gleich groß sind und passe diese notfalls aneinander an.


  • Kleinere Verschnitte und Depronreste kannst Du wegwerfen, die Größeren wirst Du aber noch benötigen, denn für das Modell fehlen auf dem Bauplan noch die unteren Abdeckungen der Triebwerksschächte, Spanten und Stabilisierungselemente im Cockpitbereich, die KF-Profile und Motorträgerunterfütterungen.


  • Störe dich nicht daran das die Triebwerksschächte noch zu groß und zu lang sind und noch angepasst werden müssen, je nachdem wo der Anstriebsausschnitt beginnt. Auch sollten die kürzeren, innenliegenden Bauteile etwas breiter sein, so dass die Bodenabdeckung später schräg steht. Also mit der Neigung nach außen, wie im Original.


ausschneiden der Bauteile mit einem Teppichmesser

3.4. Optional: Panel Lines


  • Da Du diesmal strukturiert und nicht abschnittsweise vorgehst, kannst Du jetzt bereits sämtliche Panellines einzeichnen. Orientiere Dich am Minibauplan oder suche Dir geeignete Bilder im Internet zur Orientierung.

  • Achte darauf, auf der rauen Seite zu zeichnen und drücke Deinen Markierungsstift ruhig etwas mehr auf, um den gewünschten 3D Effekt zu erzielen. Die Linien dürfen auch etwas tiefer werden, da Du das Modell diesmal mit Pinsel und Acrylfarbe lackierst. Da diese etwas dickflüssiger ist und somit mehr Farbe auf das Modell gelangt, verhinderst Du so, das die Panellines verdeckt und mit Farbe aufgefüllt werden.

  • Im Bereich der Tragflächen und Seitenruder musst Du bereits grob überlegen, wie die Stabilisierungselemente verlaufen und wo und wie groß die Ruderflächen  später sein sollen. Bist Du Dir nicht sicher, verzichte lieber auf das Einzeichnen zum jetzigen Zeitpunkt.


  • Beispiel: Im Falle der Tragflächen, habe ich einen Stabilisierungsholm vorgesehen, der von einer Tragflächenspitze zur anderen verläuft und gleichzeitig den Antriebsausschnitt nach hinten begrenzt. Damit ist die maximale Tiefe der Querruder vorgegeben. Sofern Du größere Ruderflächen benötigst, müsstest Du den Stabilisierungsholm weiter nach vorne verlegen, läufst jedoch Gefahr, die äußeren Bereiche der Tragflächen nicht genügend zu stabilisieren.
eingezeichnete Panellines und Markierungen der Bauteile

Profitipp:

Zeichne Panellines nur auf der Oberseite des Modell und den Seitenteilen an. Das spart Zeit und niemand wird auf der Unterseite nachsehen wollen. Außer Du bist ein Perfektionist.

*Die mit Sternchen * gekennzeichneten orangen Links sind gesponsert bzw. Affiliate-Links. Das bedeutet, dass ich eine kleine Provision erhalte, sobald Du ein Produkt kaufst. Dadurch hast Du weder Mehrkosten noch andere Nachteille. Und selbstverständlich hat so etwas noch nie Einfluss auf meine Meinung gehabt. Alle vorgestellten Artikel stammen zu 100% aus meiner Werkstatt und haben sich bewährt.

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